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    bürgerliches Engagement

    Schule gestern - Wershofen

    Einen etwas anderen Schultag erlebten die Kinder der Grundschule aus Wershofen, als sie am Dienstag die Ausstellung „Wershofen gestern und Heute – Altes bewahren“ im Pfarrhaus in Wershofen besuchten.

    Nach der Begrüßung durch Jugendpfleger Jürgen Schwarzmann, erlebten die Kinder in drei Projektgruppen wie Schule früher stattfand. In der Schreibwerkstatt lernten sie von Gemeindereferent Matthias Beer das Alphabet in Sütterlin-Schrift kennen, übten auf Schiefertafeln und schrieben so ihren eigenen Namen in der ungewohnten Schrift. Im „Filmraum“ entdeckten sie bei Pastoralreferentin Elisabeth Hauröder wie ihre Uroma die Schule erlebte. Die stellten fest, dass vieles sich verändert hat und weniger streng ist. Und sie entdeckten, dass auch schon früher der Lehrer im Chor – wie heute – begrüßt wurde. Und weil auch früher schon viel in den Pausen gespielt wurde, lernten die Kinder bei Gemeindereferentin Anita Nohner alte Kinderspiele kennen und so wurde der Hof des Pfarrhauses mit „Hüpfkästchen“ bemalt. Besonders interessant war es für die Kinder mit den Mitglieder der Arbeitsgruppe durch die Räume der Ausstellung zu gehen, die die Ausstellung vorbereitet hatten. Es gab Vieles zu entdecken und viele Fragen konnten beantwortet werden. Interessant war es dann auch von den Älteren Wershofenerinnen und Wershofenern zu hören, wie die die Schulzeit erlebten. Für die Kinder war es ein toller anderer Schultag, Die Verantwortlichen der Ausstellung waren über das große Interesse der Kinder erfreut, Direktor Hoffmann bedankte sich bei den Verantwortlichen für die tolle Vorbereitung und Durchführung.

    Wershofen gestern und heute - Altes bewahren

    Bilder Werner Dreschers

    Altes bewahren – Wershofen gestern und heute

                    Was hat die Menschen bewegt, wie haben sie gelebt? Wie sah der Alltag aus, die Arbeitswelt, die Einrichtung in den Wohnungen? Wie wurden Feste gefeiert? Die Vergangenheit ist lebendig, eine Ausstellung im alten Pfarrhaus in Wershofen vermittelt derzeit einen authentischen Überblick über das Leben auf dem Lande in all seinen Facetten. Das Alte für die nachfolgenden Generationen zu bewahren ist Anliegen einer Ausstellung, die von etwa zwei Dutzend engagierten Bürgerinnen und Bürgern zusammengetragen wurde.

    Umso größer ist die Freude, dass die aufwändige Arbeit von den zahlreichen Besuchern auch sehr gut angenommen wird. Bereits bei der Eröffnung der Ausstellung am Pfingstsonntag war das Interesse erkennbar hoch, gab es lebhafte Gespräche, tauchten vielfältige Erinnerungen an alte Zeiten auf. Manch einer erinnerte sich an die alten Gerätschaften, an Haushaltsgegenstände und handwerkliche Werkzeuge, an landwirtschaftliche Geräte, an viele liebenswerte Dinge, die heute teils nicht mehr geläufig sind. Kaum einer von den jüngeren Betrachtern kennt noch eine Kaffeekanne mit Tropfenfänger oder ein Radio vom Typ Deutscher Kleinempfänger geschweige denn alte Maßeinheiten für Getreide, wie den Scheffel, eine je nach Region unterschiedliche Maßeinheit.

    „So ähnlich sah auch unsere Sonntagnachmittags-Kaffeetafel bei Oma aus“, erinnerten sich manche. Und ein altes Telefon mit Wählscheibe und Hörergabel ist für die Älteren ein Begriff, junge Menschen staunen nur über so ein „Ungetüm von Smartphone“, wie es scherzhaft eine junge Dame nannte. Erstaunlich viele gut erhaltene Fotos konnten zusammengestellt werden, sie geben einen Überblick über das Leben im Ort, über das Leben vormaliger Generationen. Und zeigen auch wie interessiert die Bürgerinnen und  Bürger am Thema sind. Manch einer hat sich die Mühe gemacht gründlich im Keller oder auf dem Speicher Ausschau zu halten, wusste gar nicht mehr, dass solch ein „Schatz“ noch im Hause war. Ein altes Grammophon rief Erinnerungen wach, aufgelegt war eine alte Polydor-Aufnahme von Lale Andersen „Blaue Nacht am Hafen“. Die Präsentation der Exponate verrät viel Geschick und Kenntnis der Zusammenhänge, dies wurde mehrfach anerkennend hervorgehoben. Viel fachliches Wissen ist bei vielen älteren Bürgern noch vorhanden, es wird gerne an Jüngere weitergegeben.

    „Einfach toll, dass Ihr Euch so engagiert habt“, dankte Jürgen Schwarzmann begeistert, er ist gemeinsam mit dem Dekanat RheinAhrEifel Initiator von „Wershofen gestern und heute“. Mit dem Team des Generationenbüros, mit Unterstützung der Verbandsgemeinde und der Ortsgemeinde, der Kirche und zahlreicher Vereine ist die überaus sehenswerte Revue entstanden. Der Erfolg war alle Mühe wert. Und es kam sogar der Gedanke ins Spiel, ob man nicht sogar ein regelrechtes Heimatmuseum einrichten könnte. Interesse scheint sehr wohl zu bestehen, passende Gegenstände sind vorhanden, die Finanzierung könnte durch Fördergelder und Spenden sowie ehrenamtliche Arbeit erfolgen. Ein Zukunftstraum? Vielleicht kann er eines Tages verwirklicht werden, schließlich: „Man muß das Eisen schmieden, solange es heiß ist …“. 

    Nicht zuletzt sind es gelegentlich wehmütige Erinnerungen an die alte Zeit, vielleicht die Sehnsucht nach zurückliegender familiärer Geborgenheit, die mit dem einen oder anderen Exponat verbunden sein mag. „So war es bei uns auch, ich erinnere mich noch genau, wenn die Oma in der Küche arbeitete und der Opa zur Feldarbeit ging …“, ein Gefühl von Heimat und Wir-Gefühl kommt auf, wie mancher Besucher gerne zugibt. „Oh, meine Heimat“ heißt denn auch ein Vortrag von Dipl. Psych. Werner Hübner am 18. Juni um 19.30 Uhr im Pfarrheim.

    Nicht nur die Photos, auch alte Schriften und Unterlagen rufen Erinnerungen wach, geben dem heimatkundlich Interessierten Anreiz zu weiteren Nachforschungen. Selbst alte Wetteraufzeichnungen sind erhalten.

    Beim Sichten der Bilder gibt es immer wieder erfreute Ausrufe der Betrachter, wenn die Großeltern, eine Tante oder vielleicht ein ehemaliger Lehrer auf einem Bild identifiziert werden können. Und schon rankt sich das Gespräch um einen  Menschen, der in Wershofen gelebt hat, sei es als Respektsperson, sei es als Original oder einfach als ein liebenswürdiger Mensch mit all seinen Vorzügen, seinen Schwächen, seinen Schrulligkeiten. „Wenn man einmal auf der richtigen Fährte ist, kommen viele Erinnerungen, da forscht man schon aus Neugier weiter“, freute sich eine ältere Dame, die seit Jahren  nicht mehr in Wershofen wohnt aber Verbundenheit zum Ort hält.

    Große Freude beim Anblick einer lange nicht mehr gesehenen Waage aus dem ehemaligen Kolonialwarengeschäft oder beim Betrachten sakraler Gegenstände wie eines alten Tabernakels oder des schon vom Zahn der Zeit angenagten Messgewandes eines Pfarrers. Die Themenbereiche sind in jeweils eigenen Räumen im großzügig gebauten Pfarrhaus gut gegliedert. Und wer nimmt nicht gerne nochmal Platz auf der alten Schulbank, schaut ins Tintenfass oder rätselt über das Gekrickel auf dem Holz?

    Auch dem Krieg ist ein Kapitel gewidmet, zu sehen sind die Totenmeldungen von Gefallenen. Das Leid, dass seinerzeit entstand, war allgegenwärtig. Ärmliche Wohnverhältnisse der Nachkriegszeit sind dokumentiert.  Erstaunt nimmt mancher eine alte Feldpost wahr. Es war im Prinzip eine Schallplatte, sie wurde  vor Ort besprochen und konnte in die Heimat expediert werden. Ob sie die Hoffnung auf einen Heimaturlaub brachte, ob Trost oder leider traurige Gewissheit, es war eine Möglichkeit der Kommunikation zwischen den Vätern an der Front und der Familie und den Lieben zuhause.

    Bei der Eröffnung am Pfingstsonntag waren der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies MdL, Verbandsgemeindebürgermeister Guido Nisius, Ortsbürgermeister Robert Zawada, Pfarrer Dr. Rainer Justen sowie Vertreter der hiesigen Vereine und Einrichtungen anwesend. Musikalisch umrahmten Gertrud Heckmann und Ewald Holzem die Eröffnungsveranstaltung. Betont wurde u.a. die Einmaligkeit einer solchen Ausstellung in der Verbandsgemeinde Adenau. Angeregt wurde, Ähnliches in anderen Gemeinden zu veranstalten, um Leben und Brauchtum in der Region zu dokumentieren und für die Zukunft zu bewahren. Ein Besuch der Ausstellung oder des Rahmenprogramms ist für jeden an der Heimatgeschichte Interessierten unbedingt empfehlenswert.

    Öffnungszeiten: Freitags von 17 – 20 Uhr, sonntags von 14 – 18 Uhr. Ausstellungsdauer bis zum 30. Juni.         dre.

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    Die Grundidee stammt aus der Aktion „Familiendorf“, die vor zwei Jahren in Wershofen große Beachtung fand. Die gute Resonanz und Medienwirksamkeit war Anlaß für eine fleißige Ideenschmiede „Arbeitsgruppe Altes bewahren“ sich in so eindrucksvoller und nachhaltiger Weise zu engagieren.

    Ansprechpartner vor Ort für die Arbeitsgruppe sind Siegfried Retzmann (tel.: 02694 – 930022) und Werner Nett (tel.: 01694  - 911899). Unterstützt wird „Wershofen – gestern und heute“ von den hiesigen Banken, die Pfarrgemeinde hat freundlicherweise das leerstehende Pfarrhaus ohne Berechnung zur Verfügung gestellt.

    Den Rahmen der Ausstellung bereicherte eine Mundarterzählungen mit Helga Verhoven am 14. Juni. Begeisterung pur ob der spannenden Anekdoten („Ech kumm jrad op blöd Jedanke. Küste mot?“), hier wurde gar eine Wiederholung angeregt. Eine Filmvorführung von Otto Betzner zum früheren Karnevalsgeschehen im Ort am 16. Juni, 16 Uhr,  himmlische, zumindest kirchliche Geschichten mit Jürgen Schiffer am 21. Juni, 18 Uhr, ein Bilderabend-Zeltlager mit Udo Wirz am 23. Juni, 17 Uhr und zum Abschluß der Aktion ein Abend mit Essen wie früher, gestaltet von der rührigen Gruppe „Vergessene Generation“ aus Adenau am 28. Juni, 17 Uhr  bereicherten den heimatgeschichtlichen Rekurs, alle Veranstaltungen sind im Pfarrhaus.

    Wershofen gestern und heute - Altes bewahren

    Wershofen gestern und heute – altes bewahren

     Ausstellung vom 9.-30. Juni 2019 im Alten Pfarrhaus

     Wie sah es einst in Wershofens Straßen aus? Was gab es bei der Kirmes auf der Kaffeetafel? Schule und Kirche im Mittelpunkt. Das zeigt eine Ausstellung, die vom 09. bis 30. Juni 2019 im Alten Pfarrhaus in Wershofen zu sehen ist.

    Die Arbeitsgruppe „Altes bewahren“ die im Rahmen des Projektes Familiendorf 2017 in Wershofen gegründet wurde, hat mit viel Sammlerfleiß und geschickter Aufmachung eine Präsentation vorbereitet, die am 09. Juni 2019 um 14 Uhr zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll.

    Die Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger aus Wershofen hat sich in den vergangenen Monaten regelmäßig getroffen, um gemeinsam zu überlegen, wie die Geschichte des Ortes auch für die nachfolgende Generation lebendig bleiben kann.

    In verschiedenen Räumen des alten Pfarrhauses können die Besucherinnen und Besucher den Themen: Dorf- und Hausansichten, Schule und Kirche begegnen. Eine gedeckte Kaffee-Tafel zeigt, wie an Feiertragen die Familie und Gäste zusammen

    sitzen. Jedem Themenbereich ist ein eigener Raum gewidmet. Natürlich sind Bilder und Aufnahmen aus den vergangenen 100 Jahren zu sehen. Aber auch andere Ausstellungsgegenstände verleiten zum Erzählen oder sich wundern. Wie sitzt es sich auf einer alten Schulbank? Wie hat man auf einer Schiefertafel geschrieben? Wie sah das Gebetbuch der Großeltern aus? So was hat der Pastor angehabt, wenn er die Messe gefeiert hat! So sahen die Häuser in Wershofen aus.

    Neben der Ausstellung die jeweils Freitag von 17-20 Uhr und Sonntag von 14-18 Uhr geöffnet ist, gibt es noch eine Reihe von Veranstaltungen:

    Sonntag, 09.06.19               14 Uhr           Eröffnung

    Freitag, 14.06.19                 18 Uhr           Mundarterzählungen mit lustigen Anekdoten aus Wershofen mit Helga Verhoven

    Sonntag, 16.06.2019          16 Uhr           Filmvorführung aus alten Fastelovenszeiten von Otto Betzner

    Freitag, 21.06.2019             18 Uhr           Himmlische Geschichten aus alten Zeiten mit Jürgen Schiffer

    Sonntag, 23.06.2019          17 Uhr           Bilderabend Zeltlager mit Udo Wirz

    Freitag, 28.06.2019             17 Uhr           Essen wie früher mit der Gruppe „Vergessene Generation“ aus Adenau

    Im Ausstellungscafe gibt es Kaffee, Tee sowie an allen Sonntagen original Eifler

    Fladen.

    Das Projekt findet in Kooperation mit dem Generationenbüro der Verbandsgemeinde

    Adenau im Bau und dem Dekanat Ahr-Eifel statt.

    Wershofen gestern und heute - Altes bewahren

    Eine Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger aus Wershofen haben sich in den vergangenen Monaten regelmäßig getroffen, um gemeinsam zu überlegen, wie die Geschichte des Ortes auch für die nachfolgenden Generationen lebendig bleiben kann. Entstanden dabei ist diese Ausstellung. 

     

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    Stadtgarten Adenau

    Projekt – „Adenauer Stadtgarten 3“

     Haben Sie Freude am Gärtnern – aber keinen eigenen Garten.

    Kräuter, Gemüse und auch Blumen anbauen ohne einen eigenen Garten –

    JA, das geht! Im Projekt „Stadtgarten 3“ in Adenau. Nach der erfolgreichen Saison 2016, 2017 und 2018 starten wir wieder durch.

     Kommen Sie also denn wir wollen auch 2019 den „Stadtgarten“ mit Leben füllen.

     Gemeinsam mit anderen Interessierten Gärtnerinnen und Gärtnern – egal welchen Geschlechts und welcher Nationalität  kann der Wunsch Wirklichkeit werden ein Stück Garten selbst anzulegen und zu bebauen. Alteingesessene Adenauer sind ebenso herzlich willkommen wie Zugezogene und Migranten.

    Veranstalter: Flüchtlingsnetzwerk Adenau – Kontaktadresse: Jugendbüro Adenau, Kirchstraße 17, 53518 Adenau, Telefon 02691/305111

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